April 2017 – Gent

Auf Grund meiner Arbeit im Einzelhandel habe ich nicht viele freie Wochenenden pro Jahr. Die Wenigen werden daher am Anfang des Jahres immer sehr schnell auf Freund, Freundinnen und Familie aufgeteilt. Eines dieser langen Freundinnenwochenende war Anfang April und wir sind nach Gent gefahren. Wie schön!

Von Bonn aus bin ich mit dem Zug dorthin und habe die Anderen direkt in unserem Airbnb getroffen. Drei Tage lang sind wir dann sehr viel spaziert, auf Türme gestiegen, haben gut gefrühstückt, sind durch verschiedenste (Interieur-)läden geschlendert, haben eine Fahrrad- und eine Bootstour gemacht, Seifenblasen bewundert, Kaffee getrunken und Kuchen gegessen. Ein richtig schönes Wochenende war das!

de Superette3de SuperetteFür unser erstes Frühstück sind wir zu De Superette gelaufen, Details dazu bei Immer wieder sonntags 13. Leckeres Brot gibt es dort, der ganze Laden hat nach den Backöfen gerochen und insgesamt war es gemütlich-urig. Vorsicht: nur Kartenzahlung.

Gent hat uns insgesamt super gut gefallen: viele schöne Straßen mit Lädchen, hübsche Gebäude, nette Menschen, viel Wasser und zu Fuß ganz gut zu meistern. Ein guter Ort um sich ein paar Tage treiben zu lassen. Ohne Probleme habe ich hier zwei Filme mit meiner Minolta voll fotografiert.

PietSchaufensterGetraenkeBuchladen 2Buchladen 1Interior

Nach ein paar Läden gab es natürlich immer mal wieder Kaffee-, Kuchen- oder andere Süßigkeiten-Pausen. Einmal haben wir diese violetten Kegel (Cuberdons) probiert, die überall verkauft werden. Leider waren die so gar nicht nach unserem Geschmack und wir haben die Tüte an einen Mann verschenkt, der in der Schlange stand um sich selbst welche zu kaufen. Er war sichtlich enttäuscht, dass uns diese traditionelle Süßigkeit nicht schmeckt. Aber immerhin haben wir sie probiert.

SuessesWasserblick

Brückenvom Schiffaushuis an de waderkant

Wir haben uns die City Card Gent gekauft, was ich jedem empfehlen würde, der als Tourist in Gent ist. Dadurch sind wir schnell mal in jede Kirche/auf jedes Gebäude gehuscht und es war nicht weiter schlimm, wenn wir nach drei Minuten wieder raus/runter sind. Inbegriffen waren u.A. auch eine Bootstour, alle öffentlichen Verkehrsmittel und auch das Leihen von Fahrräder. Das haben wir alles voll und ganz ausgenutzt um so auch mal an unterschiedliche Ecken der Stadt zu kommen. Was wir uns für’s nächste Mal merken: Mit dem Fahrrad fährt man schneller/weiter aus der Stadt raus, als man denkt. Aber wir sind auch gut wieder zurück gekommen und haben uns in Anschluss Sonnenuntergang und Getränke auf dem Vooruit gegönnt.

strasse und raederschwarzweissim Cafeauf dem radVooruit.JPGAbends auf der BrückeNachtsGent hat mir vor allem so gut gefallen, weil es über all kleine Details zu entdecken gab. Außerdem ist es wirklich eine perfekte Stadt um sich treiben zu lassen.how toBlumenmarktGebaeckcoffee

Liebes Gent, gut warst du zu uns!
Bis bald, deine Anna.

Mai 2016 – Immergut Festival Kunz Film

Vor ziemlich genau einem Jahr war ich auf dem Immergut Festival in Neustrelitz. Da fahre ich seit über zehn Jahren regelmäßig hin, lausche großartiger Musik und Lesungen, tanze bis die Sonne aufgeht, lasse mich von Mücken stechen, fahre zur Flohmarkt-Scheune auf der Useriner Straße und gehe schwimmen in einem der vielen Seen der Mecklenburgischen Seenplatte. Immer wieder traumhaft.

Schaukel

Letztes Jahr allerdings war ich nicht nur als Besucherin, sondern als Künstlerin dort. Keine Sorge, ich habe nicht gesungen, sondern etwas ausgestellt. Jedes Jahr wird mit einem anderen Thema aufgerufen sich künstlerisch zu beteiligen und 2016 war das Motto ‚Fahrt ins Grüne‘.

Gern wollte ich meine analogen Fotos aus Island schon länger mal zeigen und habe immer wieder nach dem richtigen Rahmen gesucht. Diesen Bildern habe ich nun Handyfotos aus meinem Alltag gegenüber gestellt.

Gezeigt wurde der Film das Festival lang in einem Bauwagen. Da auf einem Festival natürlich aus allen Ecken immer Musik kommt, ist der Film tonlos, aber ich empfehle beim Ansehen parallel Musik zu hören. Ganz passend zu Island und sowieso großartig fänd‘ ich zu Beispiel etwas von Sóley.

„Die Fahrt ins Grüne, ob groß – ein Sommerurlaub – oder klein – ein Wochenend-/Tagesausflug – begleitet mich gedanklich auch immer im hektischen Alltag. Auf dem Weg zur Arbeit, zwischen Kundenbesuchen und privaten Verabredungen, sind die Gedanken oft bei dem Ausflug ins Grüne – dem Ausgleich. Voller Vorfreude auf den Nächsten, oder gedanklich, vom Letzten träumend.

Im Alltag muss alles schnell gehen, ob wortwörtlich oder vielleicht auch nur im Kopf – wir rennen ständig von hier nach dort. An freien Tagen können wir uns Zeit nehmen, die Augenblicke länger genießen, entschleunigen, innehalten und Energie tanken.“

„Doppelwirkung? Denkanstoß? So sehr wir uns im stressigen Arbeitsalltag nach den Erholungen sehnen, so denken wir doch leider auch in grünen Momenten wieder an die andere Seite. Ohne die eine Seite könnte es die Andere nicht unbedingt geben, sie würde womöglich auch an Anreiz verlieren, oder?“

Warum genau es ein ganzes Jahr gedauert hat, bis ich den Film auch ausserhalb des Festivals zeige, kann ich gar nicht genau sagen. Vielleicht weil es kein klassischer Film ist und dies sowieso nicht ‚mein Medium‘ ist? Vielleicht weil ich das ganze gerne noch etwas perfektioniert hätte?  So oder so, ich würde mich auf jeden Fall sehr über deine Gedanken dazu freuen!

Kunz BauwagenLesebühneHochstühle

P.S. Dieses Jahr bin ich übrigens nicht dort, aber ich wünsche allen ein großartiges Festival Wochenende <3!